Marketing Blog

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Aktuelles aus der Welt des Marketings - häppchenweise und leicht konsumierbar aufbereitet. Und dazu Ein- und Ausblicke von UnternehmerInnen.

Was ist Dein Thema?

Michelle Büttner: Klimaschutz-Beraterin & – Managerin

Gäste & Fans

Heute zu Gast in der Marketing-Bar: Michelle Büttner. Sie ist Klimaschutzmanagerin, qualifizierte KlimaBeraterin und Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung. Michelle berät Firmen und die öffentliche Hand im D-A-CH Raum: “CO2-Neutralität ist machbar!” Voilà, auf zum Espresso-Gespräch – kurz & intensiv!

Michelle Büttner: “Nutze den Mega Trend Neo-Ökologie und positioniere Dich. Jetzt”!

Der Pitch von Michelle

Ulli aus der Marketing Bar: Herzlich Willkommen, Michelle! Schön, daß Du Dir die Zeit für unser Espresso-Gespräch genommen hast. Dein Geschäft ist der Klimaschutz. Stell Dich kurz vor und erzähl uns, wer Deine Zielgruppe ist.

Michelle Büttner:
Vielen Dank für die Einladung, liebe Ulli. Ich bin Michelle Büttner, Klimaschutzmanagerin aus Ravensburg.  Mein Ziel: Einzel- und Kleinunternehmen auf den Weg zur Klimaneutralität zu bringen und sie da zu begleiten. Hier ist es mir besonders wichtig, die Potentiale zu heben. Denn jede:r von uns handelt in irgendeinem Bereich bereits nachhaltig.

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Ist Klimaschutz auch ein Marketinginstrument?

Ulli aus der Marketing Bar:

Auf Deiner Webseite habe ich gelesen:

Nachhaltigkeit ist heute ein wichtiger und positiver Differenzierungsfaktor.
Doch morgen ist Nachhaltigkeit das neue “Normal”!

Magst Du hier mal ins Detail gehen?

Michelle Büttner:
Unternehmen habe heute die Möglichkeit, sich mit Ihrem Engangement in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gegenüber ihrer direkten Mitbewerber abzuheben und so neue Kundengruppen zu erschließen und interessante Mitarbeiter zu gewinnen.

Werden erst die politischen Rahmenbedingungen enger gesetzt, MÜSSEN alle Unternehmen aktiv werden und dann wird dieser Effekt verwässert. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits die ersten Meilen zurückgelegt hat, kann nicht so schnell eingeholt werden.

Denn Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind ein Marathon und kein Sprint.

Ulli aus der Marketing Bar: Stichwort Marketing. “Tu Gutes, und rede darüber” ist im Marketing ja sehr gefragt und besitzt einen sehr hohen Werbeeffekt. Wie stehst du dazu, Klimaschutzmaßnahmen einer Firma zu “vermarkten”? Und inwieweit dient das der Positionierung?

Michelle Büttner zu Klimaschutz & Marketing

Michelle:
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Fachkräftemangel, der mittlerweile auf vielen Ebenen spürbar ist. Ein einfaches „Stelle frei“ hilft hier nicht mehr. Viele junge Leute sind heute in NGO’s aktiv und schauen genau hin, welchem Unternehmen sie zusprechen. Und auch, welche Auswirkungen ihr persönliches Handeln auf unseren Planeten hat.

Das heißt, die Arbeitgeber:innen müssen sich auch hier in Ihren Stellenanzeigen genau überlegen, wie sie potentielle Mitarbeiter:innen ansprechen und sich interessant positionieren. Auch hier spielt Verantwortungsbewusstsein auf der Ebene der Unternehmensleitung eine große Rolle.

Ulli aus der Marketing Bar: Was sollte man tun, (oder nicht tun) um sich nicht dem Verdacht des “Green Washings” auszusetzen?

Michelle Büttner:
Veränderung findet immer von innen heraus statt. Wenn ich mich als Unternehmen nur „grün“ anstreiche, werde ich ziemlich schnell auffliegen. Allein das Bekenntnis zu beispielsweise nachhaltigen oder recycle fähigen Papiermaterialien reicht nicht aus, wenn ich als Unternehmen trotzdem noch ALLE Unterlagen ausdrucke. Auch hier sei beispielhaft erwähnt: ein gedrucktes Blatt Papier benötigt etwa 10l Wasser. Das ist vielen nicht bewusst.

Was ich damit sagen möchte, Maßnahmen allein reichen nicht. Das Mindset und die Strategie des Unternehmens müssen stetig wachsen. Werden nur einzelne Maßnahmen ergriffen, entsteht schnell der Eindruck des Greenwashings und damit ist niemandem geholfen.

 “Das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen”

Ulli aus der Marketing Bar: Die Pandemie hängt ja auch im weiteren Sinne damit zusammen, daß wir Menschen der Natur immer mehr auf die Pelle rücken. Darüber hört man jedoch faktisch nichts. Fallzahlen, Beschränkungen und eventuelle Reisemöglichkeiten sind die beherschenden Themen. Frustriert es Dich manchmal, daß Menschen sich so ignorant verhalten? Daß nicht gesehen wird, daß es keinen Planeten B gibt?

Michelle Büttner:
Natürlich ist es frustrierend zu sehen, dass sich die Menschen mehr dafür interessieren, wann sie die nächste Kreuzfahrt buchen können, als sich darüber Gedanken zu machen, wie sie dafür sorgen können, dass in ihrer Region auch in Zukunft das Trinkwasser aus der Leitung kommt. 2020 hatten wir hier in Deutschland das 3. Jahr in Folge Wasserknappheit.

Meine Motivation hierbei ist es, den Menschen klar zu machen, dass alles was wir tun Auswirkungen hat. Wir können nicht auf der einen Seite des Planeten Ressourcen im Rausch verbrauchen, ohne dass an anderer Stelle nicht genug zum Leben bleibt. Alles hängt zusammen und fällt auf mich letztendlich zurück. Nicht unbedingt unmittelbar, sonst wäre es vielleicht einfacher zu begreifen.

Ulli aus der Marketing Bar: Das Zitat von Hermann Hesse, paßt  großartig zu dieser Mamut-Aufgabe, die im Klimaschutz vor uns liegt. Und es paßt auch zu Deiner beruflichen Situation, denn Du hast Dich 2020 mit Deinem Herzensbusiness selbstständig gemacht, um “mehr” zu bewegen.

Dein Start in die Selbstständigkeit war bestimmt alles andere als leicht, denn im Moment wird ja Nachhaltigkeit & Klimaschutz selten mit dem eigenen Business zusammen gebracht. Mit welchen Marketingmaßnahmen hast Du es dennoch geschafft, Deine Kunden zu erreichen?

Michelle Büttner:
Ja. „Das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“ begleitet mich schon seit meinem 25 Lebensjahr und zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Und so bin ich auch beim Klimaschutzmanagement gelandet.

Da ich jahrelange Erfahrung im Großkonzern sammeln durfte, war mir absolut klar, dass mein erster Schritt mein Unternehmensname sein muss. Im nächsten Schritt machte ich mir Gedanke über mein Logo, das am besten mein Ansinnen verkörpert und daran habe ich dann meine Corporate Identity und mein Corporate Design entwickelt. Hier war mir besonders wichtig, dass ich mich ohne Wenn und Aber damit identifizieren kann. Natürlich habe ich mir Feedback aus meinem Umfeld geholt und auch kritisch hinterfragt.

Als dieses Ergebnis stand, kam der nächste Schritt – die Homepage. Hier passe ich immer mal wieder an und nehme Ergänzungen und Anpassungen vor, aber das Gerüst bleibt.

Im nächsten Schritt ist es superwichtig sichtbar zu sein. Dazu eigenen sich die sozialen Medien perfekt und auf diesem Weg haben wir uns beide ja auch kennen gelernt, wofür ich sehr dankbar bin.

Vielleicht eine der wichtigsten “lessons learned” aus Corona heraus ist, dass die Videokonferenztools Menschen der ganzen Welt zusammenbringen, ohne maßgeblich hohen CO2 Ausstoß durch fossile Energieträger zu verursachen. Klimaschutz geht!

Klimaschutz geht uns alle an – 3 effektive Tipps

Ulli aus der Marketing Bar: Gerade wir Solopreneure und Heimwerker fühlen uns ja oft zu klein, um Großes zu bewirken. Was können wir tun, um unseren ökologischen Fußabdruck im Business klein zu halten? Was sind Deine besten Tipps?

Michelle Büttner:
Wichtig ist erst mal zu wollen und dann klar zu stellen, wo sind denn meine größten CO2 Treiber in meinen Prozessen. Und da geht man immer nach demselben Schema vor.

  • Zuerst schaue ich mir an, was ich VERMEIDEN kann.
  • Im nächsten Schritt definiere ich die Möglichkeiten zu REDUZIEREN und
  • im letzten Schritt suche ich mir Projekte, die meinen CO2 Ausstoß KOMPENSIEREN können. Hier ist es wichtig auf Angebote zu setzen, die der Atmosphäre CO2 entziehen. Also z.B. mit Pflanzprojekten oder Humusaufbaus.

Mit der Fragestellung: „Was nutzt es mir, was nutzt es meinen Nächsten, was nutzt es der Gesellschaft und was nutzt es dem Planeten“ mache ich auf jeden Fall schon viel richtig.

Kontakt zu Michelle Büttner

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Auf einen Espresso ...

Danke Michelle,
für die horizonterweiternde Espresso-Zeit

Ulli aus der Marketing Bar: Herzlichen Dank Michelle, für unser Marketing-Gespräch. Danke für die Einblicke und für die Tipps.

Herzlichst
Ulli

Weitere Gäste beim "kurz & intensiv" Espresso-Gespräch in der Bar:

Der sympathische Podcaster Michael Butkus vom Kleinstadt-Sofa,
die Powerfrau & Unternehmerin Simone Oßwald,
die erfolgreiche Journalistin & Magazinredakteurin Stefanie Böck,
die selbstständige KlimaSchutzManagerin DACH Michelle Büttner,

Und demnächst hier: Norbert Vonwald, Fachmann für Computerhardware & Refurbished PC

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So läuft´s!

Mit ganz sichtbaren Grüßen
aus der Marketing-Bar!

Deine Bar-Keeperinnen
Ulli, Anita, Steffi, Julia & Manuela
 

Ulli Heerdegen
Für Dich an der Tastatur: Ulli Heerdegen

Online-Handwerkerin mit Begeisterung für mehr Sichtbarkeit;

Geboren in Kempten / Allgäu, Ausbildung zur Medientechnikerin & -designerin, seit 1996 selbstständig mit Webdesign & Online-Marketing.

Mir gefielen von Anfang an die Möglichkeiten, die das Internet bietet. In meinem Fall, war das vorallem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, und das immense Wissen, das ganz einfach verfügbar wurde. Faszinierend, wie sich das WWW die vergangenen 30 Jahre entwickelt hat. Spannend finde ich die Herausforderung, aus der schnellen Entwicklung der Online-Vielfalt, das Wichtige herauszufiltern, zu lernen und umzusetzen.

Ich unterstütze Unternehmer*innen beim Start ins Online Business. Berate kleine Unternehmen bei Homepage & SocialMedia Projekten und setze diese um. Zielorientiert und die Kosten fest im Blick.

Mehr dazu unter: https://heerdegen-marketing.de